Vier Nobelpreisträgerinnen 2020

Die Schwedische Akademie in Stockholm hat die Nobelpreise 2020 vergeben. Vier anerkannte Frauen sind unter den diesjährigen Preisträgern*innen.

Nach Wikipedia wurden bis einschließlich 2020 die eigentlichen Nobelpreise an 782 Männer, 56 Frauen und 28 Organisationen verliehen, der Wirtschaftspreis an 84 Männer und zwei Frauen (ohne Mehrfachnennung).

Die erste Nobelpreisträgerin war die Physikerin und Chemikerin Marie Curie, die 1903 den Preis in der Kategorie Physik, zusammen mit ihrem Ehemann Pierre Curie und Henri Becquerel, erhielt. Marie Curie war auch die bislang einzige Frau, die zwei Nobelpreise bekam: 1911 wurde sie mit dem Nobelpreis für Chemie geehrt. 24 Jahre später erhielt ihre Tochter Irène Joliot-Curie den Nobelpreis in derselben Kategorie. Damit sind Marie Curie und Irène Joliot-Curie das bislang einzige Mutter-Tochter-Gespann unter den Preisträgerinnen.

17-mal wurde eine Frau mit einem Nobelpreis in der Kategorie Frieden, 16-mal mit dem Literaturnobelpreis, 12-mal in der Kategorie Physiologie oder Medizin, 7-mal in der Kategorie Chemie und 4-mal in der Kategorie Physik ausgezeichnet. Den Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften haben bislang zwei Frauen erhalten. Vier Nobelpreise und der Wirtschaftspreis gingen im Jahr 2009 an Frauen, die höchste Anzahl von Auszeichnungen für Frauen in einem einzigen Jahr. (Text: Wikipedia)

Liste aller bisherigen Nobelpreisträgerinnen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4gerinnen

Hier stellen wir die vier Nobelpreisträgerinnen 2020 vor:
Andrea Mia Gehz, Physikerin; 
Emanuelle Marie Carpentier, Mikrobiologin;
Jennifer A. Doudna, Biochemikerin;
Louise Glück, Schriftstellerin

 

Der 1965 in New York geborenen Physikerin Andrea Mia Ghez wurde 2020 für die Entdeckung des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße zusammen mit Reinhard Genzel eine Hälfte des Nobelpreises für Physik zuerkannt. Das Team um Ghez möchte das Verständnis vertiefen, wie Galaxien und Schwarze Löcher in ihren Zentren entstehen und wie sie sich weiterentwickeln.
Aktuell lehrt sie Physik und Astronomie an der University of California in Los Angeles. Andrea Ghez ist erst die vierte Frau, die einen Physik-Nobelpreis erhält.

Lizenzhinweis: John D., UCLA astrophysicist Andrea Mia Ghez, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Emmanuelle Marie Charpentier, 1968 in Frankreich geboren, ist Mikrobiologin, Genetikerin und Biochemikerin. 2020 wurde ihr für die Entwicklung der „Genschere“ CRISPR/Cas9[2] zusammen mit Jennifer Douda der Nobelpreis für Chemie zugesprochen. Seit 2018 ist Charpentier Leiterin der „Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene“ in Berlin, zuvor war sie seit 2015 Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für infektionsbiologie.

Lizenzhinweis: Bianca Fioretti, Hallbauer & Fioretti, Emmanuelle Charpentier, CC BY-SA 4.0

Jennifer A. Doudna, geboren 1954 in Washington,D.C. ist Biochemikerin und Molekularbiologin an der University of California in Berkeley. Sie konnte mit wegweisenden Arbeiten zur Aufklärung komplexer Strukturen katalytisch wirkender RNA (sog. Ribozyme) beitragen. 2020 erhielt sie gemeinsam mit Emnanuelle Charpentier den Nobelpreis für Chemie. 

Lizenzhinweis: The Royal Society, Professor Jennifer Doudna ForMemRS, CC BY-SA 4.0

Die 1943 in New York geborene US-amerikanische Poetin Louise Glück erhält in diesem Jahr den Literaturnobelpreis. Nach Angaben der Schwedischen Akademie wurde sie ausgezeichnet „für ihre unverwechselbare poetische Stimme, die mit strenger Schönheit die individuelle Existenz universell werden lässt“.  Glück hat renommierte Auszeichnungen für ihr Werk erhalten, darunter den Pulitzer-Preis (1993) und den National Book Award (2014). 2020 erhielt sie den Tomas-Tranströmer-Preis der schwedischen Stadt Västerås. Lediglich zwei ihrer Werke liegen auf Deutsch vor: „Wilde Iris“ (im Original 1992) und „Averno“ (im Original 2006). Die deutschen Rechte sind nach Angaben des Luchterhand-Verlags, der Louise Glück auf Deutsch herausgibt, ausgelaufen. Man bemühe sich aber um Erlaubnis für den Nachdruck und hoffe, diese zu erhalten.

(nach: https://www.br.de/nachrichten/kultur/literaturnobelpreis-2020-geht-an-amerikanerin-louise-glueck,SCo1YTV )

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.