Christian, Cornelia: moBiel GmbH

Ich bin ein Mensch, der gerne lernt.

Cornelia Christian ist seit Herbst 2017 Bereichsleiterin Kundenmanagement bei moBiel und zusätzlich für den Bereich Verkehrsplanung zuständig. MoBiel betreibt als100-prozentige Tochter der Stadtwerke Bielefeld und Teil der Stadtwerke Bielefeld Gruppe vier StadtBahn-Linien sowie 72 Bus-Linien.

Die 49-jährige Diplomökonomin mit dem Schwerpunkt Transportwirtschaft verfügt über breite unternehmerische Erfahrungen im öffentlichen Personennahverkehr. Sie ist Expertin für den Aufbau von Verkehrsverbünden und die Einführung von Tarifen. Beginnend 1994 mit dem Rhein-Main Verkehrsverbund, wechselte sie 1998 zum Verkehrsverbund Berlin Brandenburg und führte als Prokuristin den flächengrößten Tarif Deutschlands ein. Von dort wechselte sie 2011 in die Geschäftsführungen der OWL Verkehr und der Westfalentarif GmbH und war für den Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen in Ostwestfalen-Lippe zuständig und verantwortete die Entwicklung des Westfalen-Tarifs. Der Netzwerkerin ist es hier gelungen 63 erlösverantwortliche Partner zusammenzuführen, eine Aufgabe die viel argumentative Überzeugungsarbeit erforderte.

In Bielefeld ist sie verantwortlich für 120 Mitarbeitende und die Fahr-und Dienstplanungen für über 500 Busse. „Ich habe hier die Möglichkeit an verschiedenen Stellschrauben ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das ist für mich außerordentlich reizvoll.“ Der ÖPNV ist seit Jahren im Umbruch, das ist eine sehr spannende Zeit um dort mitzugestalten. Mit Hilfe der Digitalisierung werden in Zukunft bessere Kundeninformationen zur Verfügung stehen, digitales Einkaufen zur Selbstverständlichkeit und neue Produkte wie Roller Sharing am Markt etabliert, das Ziel ist alles über ein Plattforum anzubieten. Wenn die Politik Mobilitätsstrategien der Zukunft entscheide, wird sie Vorschläge zur Umsetzung erarbeiten.

Die alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Sohnes ist gut strukturiert und sieht die Doppelbelastung als Training für Reflektionsfähigkeit und Resilienz. Sie hält es für entscheidend, sich offensiv Unterstützung zu organisieren. Sie selbst hat auf „Aupair“ gesetzt und sich eine große Aupair-Familie aufgebaut. Wichtig ist gesellschaftliche Akzeptanz für berufstätige Mütter, sich nicht verteidigen zu müssen.

Sie ist überzeugt, dass Frauen Ermutigung brauchen um ihren beruflichen Weg zu gehen. Deshalb begrüßt sie das Mentoringprogramm der Stadtwerke für Frauen mit Aufstiegsambitionen sehr. Die gesetzliche Quote hält sie für sehr hilfreich, aber nicht ausreichend. Das z.B. Kommunalpolitik hauptsächlich männlich besetzt ist hängt mit den vielen Abendterminen zusammen, die für Frauen zusätzlich zu Arbeit und Kindererziehung nicht umsetzbar sind.

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