Dr. von Esmarch-Rummler, Britta: Miele & Cie. KG

„et küt wie et küt“

Dr. Britta von Esmarch-Rummler ist als rheinische Frohnatur vor acht Jahren ins ostwestfälische Bielefeld gekommen. Sie hat die Stadt als kleine, unterschätzte Perle lieben gelernt, aber sie vermisst nach wie vor den Karneval und den Fluss.  Sie leitet den Bereich Innovationsmanagement und Technologieentwicklung der Miele & Cie. KG im Geschäftsbereich Professional am Standort Bielefeld.

Die 41-jährige Diplom-Ökotrophologin mit dem Schwerpunkt Haushaltstechnik, die ihre Promotion über das Thema „physikalische Methoden zur Messung der Klarspül- und Trocknungsleistung von Geschirrspülern“ verfasst hat, ist bei Miele schnell aufgestiegen. Nach der Teilnahme an einem  internen Aufstiegsprogramm wurde ihr 2013 die Leitung des Bereichs Forschung und Labor überantwortet, seit 2017 die des gesamten Geschäftsbereichs mit 30 Mitarbeiter/innen in vier Gruppen. Ob für den Hotel- und Gastronomiebereich, für Medizin und Pflege oder Labore ihre Abteilung ist für das Innovationsmanagement aller Miele professionell Produkte zuständig: „alles Neue, wie Produkte, Services, Kundenlösungen, wurde bei uns geboren.“

Im Rahmen des Customerprocessmanagements, das sie mit kreiert hat, werden beim Kunden Prozesse aufgenommen, Szenarien für die Zukunft entwickelt und daraus neue Handlungsfelder abgleitet. Sie liebt diese Methoden, mit denen akribisch und reproduzierbar das eigentliche Kundenbedürfnis identifiziert und dann Neues entwickelt wird. Ihr Ziel ist es mit ihrem hochqualifiziertem Team aus Physikern, Chemikern, Produktdesignern und Ingenieuren, das sehr selbstorganisiert arbeitet, eine Systemanbieterschaft aufzubauen. Als Vorsitzende des Arbeitskreises Gewerbliches Geschirrspülen vertritt sie die nationale Meinung im Bereich Performance für gewerbliche Geschirrspüler.
Britta von Esmarch-Rummler ist Triathletin und hat bereits an 25 Marathonläufen teilgenommen. Sie führt mit ihrer Frau eine glücklich Fernehe. Sie beschreibt sich als wissbegierig, leistungsorientiert und beharrlich. „Ich bin „jut drup“, lache gerne, gerne auch über mich selbst.“

Sie ist sich sicher, dass ohne Quote der berufliche Aufstieg von Frauen nicht selbstverständlich wird. Ihr liegt die Unterstützung von jungen technisch orientierten Frauen sehr am Herzen. Sie engagiert sich im Rahmen des Crossmentoring OWL. „Feedback ist eines der wichtigsten Tools für die jungen Frauen, denn an konstruktiver Kritik kann man wachsen“.  Bei den Mangerinnen OWL findet sie den notwendigen Austausch auf Augenhöhe und spannende Informationen, die man sonst nicht kriegt. Wichtig findet sie auch MINT-  Angebote für Mädchen, als Gegengewicht zu der gesellschaftlich noch immer vorgesehenen Familienorientierung der Frauen.

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