Inga Knoche, Business Development Managerin, bluecue consulting GmbH & Co. KG in Bielefeld

„Ganz oder gar nicht“

Es gibt sie doch – Frauen in der IT-Wirtschaft, die die Digitalisierung vorantreiben.
Inga Knoche ist eine von ihnen. Ihre Spezialität ist die Bedeutung menschlicher Interaktion für den Erfolg eines Unternehmens und die entsprechenden notwendigen Kompetenzen.  Sie entwickelt Lösungen zu den Themen: Wie verändert sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz die Zusammenarbeit und Kommunikation in den Unternehmen? Wie können sich die Mitarbeitenden eigenverantwortlich organisieren und was brauchen sie, um mit der Fülle an Daten qualifiziert umgehen zu können?

Seit November 2016 ist sie als Business Development Managerin bei der bluecue consulting GmbH & Co. KG in Bielefeld, einem Beratungsunternehmen im Bereich Digitalisierungsstrategien. Die bluecue ist Teil der Dienstleistungsgruppe acocon GmbH und steht für digitale Strategien, um die Prozesse, die Teamarbeit und die Wertschöpfung in Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten. Zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern werden moderne Kommunikations- und Informationslösungen entwickelt und Konzepte zur Qualifizierung digitaler Kompetenzen in den Unternehmen erarbeitet.

Die IT-Systemkauffrau und Wirtschaftswissenschaftlerin bringt mit
Leidenschaft Veränderungsprojekte zum Erfolg. Bereits während Ihres Studiums war sie für die acocon GmbH tätig und hat ehemalige Zeitsoldaten, die durch die acocon zum  Fachinformatiker umgeschult wurden, beim Eintritt in ein neues Berufsleben begleitet. 

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2014, nach zwei-jähriger Forschungsarbeit an der Universität Bielefeld, kehrte sie zurück und war drei Jahre lang als Vertriebs- und Marketingmanagerin tätig.

Die Sechsunddreißig-Jährige ist überzeugt, dass Unternehmen erst dann erfolgreich sein können, wenn sie die Talente ihrer Mitarbeitenden kennen und deren Potenziale entwickeln helfen. „Wir setzen beim Einzelnen und seinen Kompetenzen an und fördern dann den Teamzusammenhalt. Sie vertraut dabei auf etablierte Methoden, wie das „Insights Discovery“. Dieses psychometrische Instrument auf der Basis eines Vier-Farb-Modells nach Carl G. Jung hilft Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen und damit Beziehungen am Arbeitsplatz zu verbessern. „Die Herausforderung ist, liebgewordene Prozesse und Hierarchien zu hinterfragen und loszulassen und die Mitarbeitenden in die Lage zu versetzen, sich eigenständig zu organisieren.“

Nebenberuflich promoviert Inga Knoche an der international ausgerichteten Business School der University of Worcester im Rahmen eines Kooperationsprojektes der FHM in Bielefeld. In ihrem Forschungsprojekt für den Mittelstand geht sie der Frage nach, welche Kompetenzen in der digitalen Transformation an Bedeutung gewinnen werden.

Unter der Überschrift „Der Mensch in der digitalen Transformation“ hat sie sich als Autorin bereits einen Namen gemacht. Das von ihr und Nico Lüdemann herausgegebene Buch zeigt auf, wie Menschen in Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung meistern können. Inga Knoche war nominiert für den Digital Female Leader Award 2019 und 2020 , sie tritt regelmäßig auf Konferenzen und Veranstaltungen als Sprecherin auf, so auf den Wirtschaftsforen in Münster, Düsseldorf und München auf Formaten wie 12Min.Me oder der DigitalX.

Inga Knoche glaubt fest daran, dass das gemeinsame Arbeiten in Netzwerken eine elementare Voraussetzung für Erfolg ist. Sie ist überzeugt, von dem was sie tut und sehr konsequent in der Umsetzung. Sie fühlt sich als Person eng verbunden mit dem, was sie beruflich tut, so ist für sie als „Überzeugungstäterin“ ihr Beruf auch immer Teil ihrer privaten Interessen.  
Obwohl die IT noch immer eine männliche Domaine ist, ist Inga Knoche sicher, dass die digitale Transformation den Zugang für Frauen verändern und erleichtern wird. Immer mehr gute Beispiele von Frauen, die als Gründerinnen oder Expertinnen erfolgreich ihren Weg im sogenannte MINT-Bereich gehen, sind für sie ein Beleg, dass die Geschlechterfrage zurücktritt. Sie möchte jungen Frauen Mut machen, ihr Potential einzubringen, mitzugestalten und ihre Chancen zu suchen und zu nutzen. Inga Knoches Tipps für Frauen, die im MINT-Bereich erfolgreich sein wollen: „Kritik sollte man nutzen, aber niemals persönlich nehmen und sich nichts gefallen lassen. Außerdem ist es wichtig sich aktiv zu vernetzen und sich nicht zu schade sein, um Hilfe zu bitten und Mentoring in Anspruch zu nehmen.“

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