Nürnberger Resolution 2018

#FRAUENWOLLENMEHR
Dreitausendsechshundertzweiundfünfzig

So lange – zehna Jahre und ein bisschen mehr – ist es her, dass viele Frauen in Deutschland der Geduldsfaden gerisssen ist. Mit ihrer Unterstützung für die Nünrberger Resolution machen zehntausende Menschen deutlich, dass es Zeit istfür mehr Frauen in Führungspositionen. Überall in Deutschland taten sich über Partei- und sonstige Grenzen hinweg Frauen und Männer zusammen, um genau das einzufordern. Aus dem Engagement für diese Nürnberger Resolution und unter Schirmherrschaft von Renate Schmidt entstand 2010 erfolgsfaktor FRAU (efF), eine gemeinnützige Organisation, deren ehrenamtlich Aktive viel in Bgewegung gesetzt haben und immer noch Ideen für weitere Aktionen im Kopf haben.

Rückblick:
Die Nürnberger Resolution entfaltete damals einen ungeahnten politischen Druck. Quasi alle berufsbezogenen Frauenverbände in Deutschland unterstützten die Forderungen nach konsequenten rechtlichen Regelungen. Ebenso Politikerinnen  und Politiker aus Kommunen, der Bundes- und der Landespolitik, bspw. Dr Ulrich Maly, Franz Müntefering und Prof. Dr. Rita Süßmuth, sowie Führungskräfte aus der Wirtschaft wie Thomas Sattelberger (Vorstand Telekom) oder Prof. Dr. Ulrike Detmers (Gesellschafterin Mestemacher Gruppe). Zahlreiche Studien haben inzwischen Vorteile von divers besetzten Führungsteams belegt. Im Jahr 2015 trat dann endlich dasin der Nürnberger Resolution geforderte Gesetz für Quotem in Aufsichtsräten in Kraft. Ein Erfolg, auf den aufgebaut werden muss, denn es gibt weiterhin viel zu tun.

Gegenwart:
Erfolgsfaktor FRAU stellt nicht nur Forderungen. Die Aktiven des Vereins arbeiten mit zahlreichen Aktionen und Projekten aktiv an Veränderungen in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft:

  • Durch den jährlichen Neujahrsempfang und die „Talks aus dem efF“, die meist in Kooperation mit Unternehmen stattfinden, ist ein großes offenes Netzwerk von egnagierten Frauen und Männern, kompetenten ExpertInnen und engagierten Stakeholdern entstanden. Dieses Netzwerk ist eine solide Basis für politischen Kampagnen und gesellschaftliche Aufklärungsarbeit.

  • Durch die Diskussion im Rahmen von Veranstaltungen, wie den „Talks aus dem efF“, den „Mitglieder Exklusiv“ und Barcamps, bauen die TeilnehmerInnen ihr Know-how zu berufsübergreifenden Themen rund um Karrierewege, Führungskultur und Geschlechtergerechtigkeit aus. Zudem erfahren insbesondere die Frauen in diesen Runden untereinander eine Solidarität, die sie für ihren beruflichen Alltag stärkt.

  • Durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit Unternehmen, allen demokratischen Parteien und weiteren Organisationen unterstützt der Verein den Bewusstseinswandel in Wirtschaft und Gesellschaft: weg von stereotypen Denkweisen hin zur Sichtbarkeit der Fähigkeiten und Kenntnisse von Frauen; weg von „Thomas“ befördert „Thomas“, hin zur echter Vielfalt auf allen Hierarchieebenen.

  • Durch die Kooperationen im der Rahmen der  „Talks aus dem efF“ werden dieser Bewusstseinswandel und Kenntnisse zum Thema Diversity gezielt in Unternehmen getragen. Das nutzen bereits Global Player, wie die Siemens AG, die Adidas AG und die Schaeffler Gruppe, ebenso wie mittelständische Betriebe, wie die Baumüller Nürnberger GmbH, die DATEV eG und die I.K. Hofmann GmbH.

  • Zusammen mit Partner-Projekten bietet die efF Unternehmen und Institutionen weitere Unterstützung für ihre geschlechtergerechte Organisationsentwicklung an.

  • Im Rahmen der so genannten Bereitsinitiative wurde in Zusammenarbeit mit Partner-Organisationen eine Plattform zum Austausch für Frauen geschaffen, die Verantwortung in Aufsichts- bzw. Beiräten oder anderen Führungsgremien übernehmen wollen. Zudem wird an denmVorhaben einer Datenbank gearbeitet, in der Unternehmen und Headhunter qualifizierte Frauen für entsprechenden Positionen finden.

  • In Projekten zusammen mit Schulen und Ausbildungseinrichtungen werden Mädchen und junge Frauen ermutigt, berufliche Wege abseits ausgetretender Pfade einzuschlagen und sich persönlich Erfolg zuzutrauen.

Ausblick:
Alle die Aktivitäten werden bisher ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit gestemmt. Das sind mehr als dreitausendsechshundertzweiundfünfzig Tage Fleiß, Zielfokussierung und Durchsetzungsvermögen, die efF zu einem effizient funktionierenden Partner für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik macht.

efF ist aktiv, erfolgreich und wächst. Wir wollen den Verein deshalb weiter professionalisieren, um unsere Projekte auf organisatorisch sichere Füße zu stellen  und weiter auszubauen, neue Ideen umzusetzen und sowie durch intensivere Öffentlichkeitsarbeit auch bundesweit sichtbarer zu werden. Das ist nicht mehr allein durch ehrenamtliche Arbeit unserer Aktiven zu leisten.

Wir haben viel erreicht. Um auch in Zukunft nachhaltig den Wandel in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft forcieren, effiziente Veränderungsangebote in und für Unternehmen initiieren und umsetzen sowie öffentlichkeitswirksam verbreiten zu können, reicht die ehrenamtlichen Kapazität von efF nicht mehr aus.

Sprich: Wir brauchen Ihre Unterstützung!
Zehn Jahre nach der Nürnberger Resolution sind regelmäßig finanzielle Einnahmen nötig. Um eine feste Projektstelle und eine Verwaltungsstelle in Teilzeit einrichten zu können, sollen in einem ersten Schritt für einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren eine Basisfinanzierung erschlossen werden, die dazu dient, Ehrenamtliche von administrativen und organisatorischen Aufgaben zu entlasten, die feste Stelle abzusichern und die Finanzierung von Projekten bei verschiedenen Fördergremien zu beantragen.

Nürnberg, März 2019

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