Susanne Sorg, EK Servicegroup

„Es hat alles eine Zeit.“

Susanne Sorg ist seit dem 01.09.2015 Vorstandsmitglied der EK Servicegroup.  Die 53-jährige Betriebswirtin und Juristin verantwortet die Ressorts Informationstechnologie, OmniChannel und Vertriebsbereiche comfort (u. a. Haushaltsgeräte und Küchen) sowie family (Spielwaren und Baby) der Bielefelder Mehrbranchenverbundgruppe, eine der größten Handelskooperationen Europas. Zusätzlich hat sie ein Aufsichtsratsmandat bei einem Paderborner Mittelständler inne, ist in der Jury des deutschen Wissenschaftspreises und im Vorstand des Verbands für Handelsmarketing Popai e.V.

Zielstrebig hat sie in den vergangenen 28 Jahren umfassende Erfahrungen im Handel gesammelt, fünf Jahre davon im Ausland. Sie war in verschiedenen leitenden Funktionen bei namhaften internationalen Handelsunternehmen wie 3M, Metro und Tchibo tätig. Für die Metro hat sie in der Türkei, in Polen und in Shanghai gelebt. Zuletzt war Sorg Mitglied der Geschäftsleitung von GS1 Germany GmbH.

Susanne Sorg ist eher der mathematische Typ, Zahlen, Struktur und Disziplin sind ihr wichtig. Ihr Schwerpunkt ist die Informationstechnologie, früh hat sie die Umstellung der Datenverarbeitung auf dezentrale Systeme begleitet. Marktplätze bauen, Schnittstellen konfigurieren, Susanne Sorg hat konstant mit Veränderungsprozessen und hoher Dynamik im Umfeld zu tun. Sie ist sich sicher, dass ihre Art zu denken ihre Karriere geprägt hat: sie kann ein Problem aus der Metaebene schnell analysieren und Entscheidungen treffen, wichtig ist es dabei, die Kundenperspektive als Basis zu nehmen. Außerdem ist ihre Internationalität gefragt, die sie bereits als Schülerin und junge Frau in Frankreich und England erworben hat. Interkulturelle Kompetenz besteht für sie aus Respekt, Toleranz und Akzeptanz. „Man wartet ab und drängt sich nicht in den Mittelpunkt, in China der einzige Weg, um akzeptiert zu werden.“

Die engagierte Hobbysportlerin, die in ihrer Freizeit Triathlon trainiert und am liebsten Rennrad fährt, braucht die Bewegung um sich zu erden. Ihre langen Arbeitszeiten von bis zu 80 Stunden lassen kaum ein soziales Leben in der Woche zu. Privat führt Susanne Sorg seit 25 Jahren eine Fernehe, ihr Mann hat eine Zahnarztpraxis im Bergischen Land und stützt ihre Karriere.  „Ich möchte, dass Frauen Karriere machen können, ich konnte Kinder und Karriere nicht verbinden, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es tun“, erzählt sie freimütig. Sie fordert gesellschaftliche Lösungen, damit Frauen mit gutem Gewissen Karriere machen können. Ihr Tipp für jungen Frauen, die aufsteigen wollen: „sich zeigen, für sich selbst eintreten, mit breitem, geraden Rücken“. Und sie möchte junge Frauen zur Vereinbarkeit von Familie und Karriere ermutigen, „für alle Wege lassen sich Lösungen finden“, ist sie überzeugt.

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